Gegoogelt

Über ihre Auszugspläne aus dem Holstein-Center (HC) berichteten diese Woche die Unternehmen B & H und Heymann. Unklar ist dabei aktuell, was in dem Einkaufszentrum passiert, wenn die beiden Firmen, die wortwörtlich die Schaufenster zur Feldschmiede darstellen, weg sind. Bisher sind keine Nachmieter bekannt. Dass es überhaupt weitergeht im HC bezweifeln offenbar nicht wenige Bürger, wie ein Blick in die weltgrößte Internet-Suchmaschine Google zeigt. Tippt man dort ein Wort in das Suchfenster, schlägt Google automatisch eine Vervollständigung der Suchanfrage vor. Im Fall der Worte „Holstein Center Itzehoe“ taucht an erster Stelle der Begriff „Abriss“ auf, obwohl der bisher niemals offiziell thematisiert wurde. Weiß Google etwas, das wir noch nicht wissen? Eher nicht. Wie der Internetriese mitteilt, werden die Suchanfragen „ohne menschliche Beteiligung nur durch einen Algorithmus generiert“. Dieser arbeite mit „objektiven Faktoren“ und berücksichtige unter anderem, wie oft Nutzer in der Vergangenheit eine bestimmte Kombination gesucht haben. Heißt also, dass viele Google-Nutzer nach Informationen über einen möglichen Abriss des HCs gesucht haben. Weitere Details nennt Google nicht, die genaue Funktionsweise der Algorithmen ist ein streng gehütetes Geschäftsgeheimnis. „Der Algorithmus ist darauf ausgelegt, die Vielfalt der im Web verfügbaren Informationen zu erfassen“, heißt es lediglich von Google. „Deshalb können die angezeigten Suchbegriffe manchmal merkwürdig oder erstaunlich wirken.“ Aha. Tippt man übrigens „Stör Carree Itzehoe“ ein, erscheint „Öffnungszeiten“ als erste mögliche Vervollständigung – wie bei vielen anderen Kaufhäusern. Bei „Theater Itzehoe“ ist es „Programm 2017“. Bei „Alsen Itzehoe“ taucht zuerst der Begriff „Party“ auf – obwohl Abrisse auf dem Gelände der ehemaligen Zementfabrik doch irgendwie realistischer sind, als ein Abriss des Holstein-Centers.